MARIA SAAL,AUSTRIA,20.JUL.18 - SOCCER - UNIQA OEFB Cup, SK Maria Saal vs SKN Sankt Poelten. Image shows the rejoicing of Rene Gartler (St.Poelten). Photo: GEPA pictures/ Matic Klansek

Für Karl Daxbacher ist die heutige Partie gegen St. Pölten eine spezielle: Mit den „Wölfen“ stieg unser Cheftrainer 2016 in die Bundesliga samt Zweitliga-Punkterekord auf. Zwei Jahre später will der gebürtige Niederösterreicher keine Gastgeschenke an seinen Ex-Klub verschenken. Das Tivoli Stadion Tirol soll wieder zur Festung werden.

Zwei Amtszeiten als Trainer, drei Aufstiege: Karl Daxbacher konnte in seiner Karriere einige Titel mit den St. Pöltnern feiern. Bei Gründung 2000 als erster Spielführer installiert, konnte Sir Karl gleich den Gewinn der 2. und 1. niederösterreichischen Landesliga verbuchen und die blau-gelben in die Regionalliga führen. Bei seiner Rückkehr im Juni 2015 führte er die Mannschaft schlussendlich bis in die Bundesliga. Im Oktober 2016 trennten sich die Niederösterreicher zu unserem Glück von Daxbacher und er trat den Dienst bei unserem FC Wacker Innsbruck an.

515 Tage dauerte die zweite Amtszeit von Daxbacher bei den Wölfen – 590 Tage verweilt er bisher in Tirol. Das Spiel gegen den aktuellen Tabellenzweiten der tipico Bundesliga wird das sechzigste Spiel des Sirs auf der schwarz-grünen Trainerbank sein.

Der Gegner befindet sich derzeit auf einem Höhenflug: Nach dem spektakulären 4:3 Last-Minute-Sieg über den Wolfsberger AC in der ersten Runde, kam der SKN gegen den LASK zu einem 0:0 Unentschieden, ehe man mit einem klaren 2:0 Erfolg über Sturm Graz überraschen konnte. Sieben Punkte aus drei Spielen bedeuten nicht nur gleich viele Punkte wie in der gesamten Hinrunde der Vorsaison, sondern auch zwischenzeitlich Platz zwei. Seitdem Didi Kühbauer das Team im April übernommen hat, gab es in 14 Spielen nur vier Niederlagen, die letzte in der 33. Runde der abgelaufenen Bundesliga-Saison im Mai (0:1 vs. WAC). Die Relegation um den Verbleib in der Bundesliga wurde geschafft.

In der Transferzeit verstärkten sich die St. Pöltner mit zwölf Spielern, wovon Rene Gartler sicherlich der prominenteste Spieler ist. Der 32-jährige Stürmer kam von LASK Linz nach Niederösterreich und konnte in vier Spielen (dreimal Liga, einmal Cup) insgesamt fünf Tore erzielen. Roko Mislov kam von Aufsteiger Hartberg, Innenverteidiger Luca Meisl wurde von Red Bull Salzburg ausgeliehen. Mit Manuel Haas (Kapfenberg), Daniel Drescher (Wolfsberg), Patrick Puchegger (Sturm Graz) und Stephan Palla (Wolfsberg) wurde die Defensive zahlreich verstärkt. Der griechische Offensivspieler Taxiarchis Fountas kam von Großaspach und konnte nach seiner Einwechslung gegen Sturm den Treffer zum 2:0 beisteuern.

Daxbacher sieht aber vor allem in der Defensive die große Stärke unseres heutigen Gegners: „Die letzten zwei Spiele haben sie in einem anderen System gespielt. Man hat eine kompakte Mannschaft, es wird schwer ein Tor zu erzielen. Sturm Graz hat sich da auch sehr schwer getan. Wir müssen hinten stabil stehen und wollen ein Tor erzielen. Das wird nicht leicht.“

Der Trainer kann bis auf Stefan Rakowitz (Angina) auf den gesamten Kader zurückgreifen. Cheikhou Dieng, dessen Spielberechtigung seit Donnerstag eingetroffen ist, könnte gegen seinen Ex-Klub also sein Debüt feiern.